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Was ist Multiple Sklerose?

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems (ZNS). Weltweit leben ca. 2,5 Millionen Menschen mit der Diagnose Multiple Sklerose. Die Verteilung ist jedoch ungleichmäßig: Auf der Nordhalbkugel, vor allem in Europa, Nordamerika und Kanada, gibt es besonders viele Menschen mit MS. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die meisten MS-Patienten erhalten die Diagnose im Alter von 20 bis 40 Jahren. Erkrankungen im Kindesalter und jenseits der 50 sind relativ selten.

Attacke des Immunsystems
Nach heutigem Wissensstand handelt es sich bei Multipler Sklerose um eine Autoimmunerkrankung – das heißt, das Immunsystem richtet sich fälschlicherweise gegen eigene Strukturen, in diesem Fall gegen Nervenfasern im Gehirn.

Nervenzellen sind durch Nervenfasern verbunden, die von einer Hülle, dem Myelin, ähnlich einem Stromkabel, isoliert werden. Die Nervenfasern sind für die Weiterleitung von Nervenimpulsen zuständig. Bei der MS wird das Myelin von Immunzellen attackiert. Auf diese Weise werden Entzündungen im ZNS hervorgerufen und es kann zu Schädigungen der Isolierschicht kommen. So können die Nervenimpulse nicht mehr richtig weitergeleitet werden und es kommt zu neurologischen Störungen.


Bildliche Darstellung der Abtragung der Myelinscheiden, der schützenden Umhüllung der Axone von Nervenzellen, von den Nervenfasern (Demyelinisierung)
(Bildquelle: Sanofi Global Communications)

Die Erkrankung verläuft bei den meisten Menschen in Schüben, die durch das plötzliche Auftreten von Symptomen gekennzeichnet sind und nach einiger Zeit wieder vollständig oder teilweise abklingen. An den Stellen der Schädigung verhärtet das Gewebe – daher stammt auch der Name Multiple Sklerose (= vielfache Verhärtung).

Ursachen der MS
Die Ursachen der Multiplen Sklerose sind bis heute noch nicht vollständig erforscht. Wissenschaftler diskutieren verschiedene Ursachen. Es wird angenommen, dass bei der Entstehung der Erkrankung unterschiedliche Faktoren zusammenkommen, wobei Umwelteinflüsse, vorangegangene Infektionen oder eine genetische Veranlagung eine Rolle spielen könnten.

Symptome
Das Krankheitsbild der Multiplen Sklerose ist sehr individuell – bei jedem MS-Patienten können ganz unterschiedliche Symptome auftreten. Nicht umsonst wird sie auch als Krankheit der 1.000 Gesichter bezeichnet. Die häufigsten Krankheitszeichen sind:

Kribbeln oder Taubheitsgefühl, schmerzhafte brennende oder juckende Empfindungen

Bewegungsstörungen und Koordinationsprobleme wie vermehrtes Stolpern, Stottern, Schwindel

Sehstörungen wie Verlust der Sehschärfe, Doppelsehen oder ruckartige Augenbewegungen (zurückgehend auf eine Entzündung des Sehnervs)

Abgeschlagenheit, schnelle Ermüdbarkeit und Schlafstörungen

Stimmungsschwankungen, Angstzustände

Funktionsstörungen im Magen-Darm-Bereich

Viele Menschen mit MS leiden zudem an Fatigue, eine schnelle Ermüdbarkeit und das Gefühl starker Erschöpfung schon bei geringer Belastung.

MS-Symptome können sich durch Hitze oder Fieber verstärken – das sogenannte Uhthoff-Phänomen.

Diagnose
Bei Verdacht auf Multiple Sklerose führt der Arzt zunächst verschiedene Tests zur Feststellung der neurologischen Defizite durch. Wenn verschiedene Anzeichen für eine MS gegeben sind, wird in der Regel eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt. Häufig untersucht der Neurologe außerdem das Nervenwasser, um die MS-Diagnose abzusichern. Dazu entnimmt der behandelnde Arzt Nervenwasser (Liquor) aus dem Wirbelkanal, eine Flüssigkeit, die das Rückenmark umgibt. Nach der sogenannten Lumbalpunktion wird das Nervenwasser im Labor auf krankhafte Veränderungen untersucht, die auf MS hindeuten.

Verlaufsformen
Multiple Sklerose verläuft sehr unterschiedlich – Das Erscheinungsbild kann individuell sehr verschieden sein und es kann keine zuverlässige Aussage über den zukünftigen Verlauf getroffen werden.

Grundsätzlich unterscheidet man verschiedene Stadien und Verlaufsformen:

In den meisten Fällen (mehr als 80%) beginnt Multiple Sklerose mit einem schubförmigen Verlauf. Dabei wechseln sich Krankheitsschübe und symptomfreie Episoden ab.

Bei etwa der Hälfte der Erkrankten geht der anfänglich schubförmige Verlauf nach 19-20 Jahren in einen sekundär progredienten Verlauf über. Nach einiger Zeit bleiben immer häufiger Beeinträchtigungen nach Schüben zurück und es treten schließlich gar keine Schübe mehr auf. Es kommt zu einer fortschreitenden Verschlechterung, die jedoch phasenweise zum Stillstand kommen kann.

Beim primär progredienten Verlauf treten keine Schübe auf – es kommt schon zu Beginn der MS zu einer fortschreitenden Verschlechterung von Symptomen. Es kann jedoch zeitweise ein Stillstand des Fortschreitens auftreten. Etwa 10 Prozent der MS-Patienten leiden an dieser Form der MS.


Therapie
Ein akuter Schub wird mit intravenösem Kortison behandelt. Über mehrere Tage wird Kortison (meistens Methylprednisolon) intravenös als Infusion verabreicht. Die Behandlung kann in der Klinik, aber auch durch einen niedergelassenen Neurologen erfolgen. Durch das Kortison wird die Entzündung gehemmt und die Schwere und Dauer des Schubes verringert. Daher sollten MS-Patienten bei den ersten Anzeichen eines Schubes ihren Neurologen aufsuchen.

Um langfristig Schübe und Schädigungen des ZNS zu verhindern, wird darüber hinaus eine sogenannte krankheitsmodifizierende Therapie eingesetzt. Für rasch fortschreitende Verläufe oder bei Versagen dieser Basistherapie gibt es verschiedene Medikamente zur Therapie bei klinisch aktiver MS. Diese Medikamente sind nur bei sehr aktiven Formen der MS zugelassen.

Genzyme forscht intensiv an der Entwicklung neuer Medikamente, um Menschen mit MS eine Therapie anbieten zu können, die ein erfüllteres Leben mit MS ermöglicht. Unser therapeutisches Portfolio für MS beinhaltet eine orale Substanz für die Basistherapie und eine Infusionstherapie bei klinisch aktiver MS.

Leben mit Multipler Sklerose
Multiple Sklerose ist die häufigste neurologische Erkrankung im jungen Erwachsenenalter. Die Erkrankung wird meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr festgestellt – eine Zeit der Lebensplanung und Orientierung. Die Diagnose MS erleben die Betroffenen als großen Schock und tiefen Einschnitt, der ihr Leben grundlegend verändert. Viele MS-Patienten fallen zunächst in ein tiefes emotionales Loch. Es braucht Zeit, die Diagnose und damit verbundene Veränderung des Lebens zu akzeptieren. Angehörige und enge Freunde spielen in dieser Zeit oft eine entscheidende Rolle. Das Gefühl, unterstützt und auch mit der Erkrankung geliebt zu werden, hilft vielen Betroffenen, sich mit der MS auseinanderzusetzen. Vor allem der nicht zuverlässig vorhersagbare Verlauf der Erkrankung bedeutet eine große Belastung für Betroffene und ihre Angehörige.

Unterstützung bei MS
Gerade zu Anfang stellen sich viele Fragen, was Partnerschaft, Familienplanung, Berufstätigkeit und Lebensgestaltung angehen. Neben der Beratung und Unterstützung durch ihren Neurologen und MS-Schwestern, profitieren viele Patienten von Selbsthilfegruppen, wo sie sich mit anderen Betroffenen austauschen können. Regionale Selbsthilfegruppen sind im Internet auf den Seiten der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) und der Aktion Multiple Sklerose Erkrankter (AMSEL) zu finden.

Es gibt immer noch viele Vorurteile und Unwissen über die MS. Deswegen ist kurz nach der Diagnose Information besonders wichtig – Wissen nimmt der chronischen Erkrankung viel von ihrem Schrecken und zeigt, dass viele Betroffene auch mit der Erkrankung ihre Lebenspläne verwirklichen können.

Genzyme startet mit einer neuen Webseite zum Thema Multiple Sklerose. Unter www.ms-begleiter.de erhalten Interessierte hilfreiche Informationen rund um die Erkrankung sowie zu speziellen Aspekten wie zum Beispiel Berufstätigkeit.
Gut verständlich aufbereitet bietet das neue Portal nicht nur bedürfnisorientierte Tipps und Empfehlungen für Menschen mit MS, sondern auch für ihre Angehörigen sowie Ärzte und MS-Nurses.

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Weitere Information

www.ms-begleiter.de


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